Wissenswertes zum Frisieren

Hier möchte ich Ihnen die verschiedenen Felltypen erklären und Ihnen Tipps zur richtigen Pflege an die Hand geben, allerdings auch zeigen, wie Vielfältig das Hundehaar und somit auch die Pflege desselbigen ist.

Hunde haben die unterschiedlichsten Felltypen. Ganz offensichtlich gibt es glatthaarige und rauhaarige, lang- und kurzhaarige Hunde. Jedoch gibt es noch wesentlich mehr Unterschiede. Beinahe jede Rasse hat ein für sie spezifische Fell und Mischlinge sorgen für noch mehr Varianz. Somit wird schnell klar, dass beinahe jeder Felltyp einer anderen Pflege bedarf.

Der Einfachheit halber möchte ich hier nur auf drei Felltypen eingehen, das lange Haar, das Trimmhaar und das kurze Haar.

  • Langes Haar finden wir tyischerweise beim Yorkshireterrier und beim Malteser, aber auch der Pudel, der Bichon, der Bolonka, der Shih Tzu und viele weitere Rassen gehören ebenfalls zu den langhaarigen Hunderassen. Man unterscheidet allerdings noch zwischen einfachem und doppeltem Langhaar und meint damit, ob noch Unterwolle vorhanden ist oder nicht.
    Das Fell haart gar nicht bis kaum, da es sehr langlebig ist. Es sollte aber täglich gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Dieser Felltyp ist unserem Menschenhaar am ähnlichsten und kann daher auch ohne Probleme geschoren oder geschnitten werden.
  • Trimmhaar finden wir klassischerweise bei Terriern und Dackeln, aber auch bei Schnauzern, Settern, Spaniels und einigen andere Rassen. Bei diesem Fell wachsen die Haare in mehreren Schichten, wobei das neue Haar das alte abgestorbene Haar aus der Haut drückt. Man zupft die abgestorbenen Haare dann schmerzfrei aus der Haut. Wird das Trimmfell geschoren, bleiben die abgestorbenen Haarwurzeln in der Haut stecken, die Poren verstopfen und es kann zu Hauterkrankungen, wie beispielsweise Juckreiz, Ekzemen und Pilzbefall kommen. Außerdem verliert das Haar seine kräftige Struktur und Farbe, da die abgestorbenen Haarwurzeln in der Regel heller und weicher sind, als das gesunde neue Fell.
    Jedoch gibt es Ausnahmen, in denen ich dazu rate auch ein Trimmfell zu scheren. Besonders bei sehr ungeduldigen oder aggressiven, aber auch bei sehr alten Hunden oder Hunden mit Hautproblemen, kann man das Fell scheren. Dies spart Zeit und somit auch Stress, da das Trimmen verhältnismäßig lang und aufwändig ist. Es ist jedoch auch hierbei wichtig möglichst viel abgestorbenes Haar aus der Haut zu entfernen. 
    Hunde mit Trimmfell sollten je nach Rasse sehr regelmäßig meist alle 6 bis 12 Wochen getrimmt werden, um den oben genannten Hautkrankheiten vorzubeugen und das Fell in einem guten Pflegezustand zu halten und den Besuch beim Hundefriseur so kurz und angenehm wie möglich zu gestalten.
  • „Kurzes“ Haar finden wir ebenfalls in verschiedene Ausführungen. So gibt es auch hier Rassen mit keiner (z.B.: Dalmatiner, Rhodesian Ridgeback, Weimaraner), wenig (z.B.: Schäferhund, Golden Retriever, Mops), viel (z.B.: Berner Sennenhund, Elo, Collie) oder sehr viel Unterwolle (z.B.: Aktia Inu, Alaskan Malamute, Eurasier). Allein an den Beispielen wird deutlich, wie unterschiedlich die Felltypen hier sind. Bei einigen ist das Deckhaar sehr lang und weich, bei einigen, lang und fest, wieder bei anderen ist es kurz und weich oder kurz und fest. Bei den meisten der genannten Typen spricht man eigentlich auch gar nicht von kurzem Haar, sondern tatsächlich auch von Langhaar. Man unterscheidet hier allerdings noch zwischen einfachen und doppeltem Haarkleid, zwischen langlebiger und saisonaler Unterwolle, zwischen langlebigem und konstant wechselndem Deckhaar. Ich habe nur zur vereinfachten Darstellung alle diese Felltypen und Variationen unter dem Begriff Kurzhaar zusammengefasst.
    Für Hunde dieses Felltyps kann man nicht verallgemeinernd sagen, ob sie überhaupt geschoren oder getrimmt werden können. Man sollte diese Rassen, ebenso wie alle Mischlinge immer individuell betrachten und sich Rat zur richtigen Pflege beim Hundefriseur einholen.

 

 

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